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Schicksal der Bewohner

* Im Jahre 1979 ist ein Spielfilm der polnisch- deutschen Produktion u.d.T. "Weichselkirschen" entstanden. Der Film wurde in Osowa Sień/ Roehrsdorf auf der Grundlage des Romans von Leonie Ossowski "Weichselkirschen" gedreht. Viele Bewohner von Osowa Sień waren an diesem Film als Statisten beteiligt. Das Filmteam erweckte viel Interesse unter den Bewohnern, weil es viele beruehmte Schauspieler zu erkennen waren und die Bewohner aktiv an der Filmentstehung teilnehmen konnten. Die Rollen waren mit folgenden Personen besetzt:
Luitgard Im (Anna), Stanisław Zaczyk, Leon Niemczyk (Sprecher), Franciszek Pieczka (Ludwik Grępka), Christine Merthan (Vera), Kazimierz Wichniarz (Direktor PGR), Aleksandra Śląska (Buchhalterin Pawlakowa), Emilia Krakowska (Zofia Grępka), Ewa Ziętek (Halina Kowalikówna), Barbara Ludwiżanka (Jula), Agnieszka Konopczyńska (Jolanta Nowakówna), Bolesław Płotnicki (Nachtwaechter), Stanisław Wyszyński (Nowak), Maria Baster (Nowakowa), Wiktor Grotowicz (Stefan Kowalik), Gertruda Szalsza (Frieda Kowalik), Ewa Ziętek (Halina Kowalikówna), Helena Dąbrowska (Barbara Wachowiak), Andrzej Kowalik (Józef Wachowiak), Daria Trafankowska (Renata Perka), Wiktor Nanowski (Pffarer), Zygmunt Maciejewski (Museumsdirektor), Emil Karewicz (Zollbeamter), Andrzej Mrozek (Verkaeufer), Maria Zbyszewska (Gastwirtin), Irena Laskowska, Regine Lutz.
Regie: Michael Gunther, Gerard Zalewski
Fotos: Hennina Gaertner
Drehbuch: Leonie Ossowski

* Das ist das naechste Buch, das Schicksal der Bewohner von Osowa Sień beschreibt. (auf Deutsch herausgegeben)

Autor des Buches u.d.T. "Der Birnbaum im Eichsfeld" ist der ehemalige Bewohner von Osowa Sień Bernhard Bleske, dessen Familie in Folge der Kriegsverwirrungen gezwungen wurde, ihre Heimat zu verlassen. Der Autor erinnert sich in diesem Buch an seine Jugendzeit und beschreibt seinen ersten Aufenthalt in Osowa Sien, nach 50 Jahren. Ein Fragment dieses Buches wurde ins Polnische von Dominika Duch uebersetzt.

* In den Tagen 25-26.12.2006 stellte Herr Krzysztof Tarka in seinem Haus eine Vorstellung: "60 Jahre von Osowa Sień" dar. Man konnte an dieser Vorstellung viele interessante Fotos aus Nachkriegsjahren sehen, auch Schulchroniken von 1945 bis zur Gegenwart. Die Vorstellung erweckte großes Interesse bei den Bewohnern. Die Materialien für diese Vorstellung stellten die Bewohner aus ihren persönlichen Sammlungen zur Verfügung.

* Vorschlag eines neuen Buches, das das Schicksal der Bewohner von Wschowa und Umgebung beschreibt- empfehlenswert.

Am Freitag, den 8. September 2006 um 18.00 Uhr, fand im Wschowa-Museum ein Treffen mit Herrn Eugeniusz Dzięcielewski- dem Autor des Buches "Wschowa i Ziemia Wschowska w literaturze" (Fraustadt und Fraustadt- Landen in der Literatur") statt. Das Buch stellt Mehrnationalität, Multikultur und religiöse Vielseitigkeit der alten und gegenwärtigen Wschowa (Fraustadt) dar. Die aufgenommene Thematik geht über lokale Angelegenheiten hinaus und betrifft viele Ortschaften aus alten polnischen Westgrenzen. Der Autor stellt in seinem Buch hervorragende Persönlichkeiten des Kulturlebens und Wissenschaft dar, die mit Wschowa verbunden waren. Besonders empfehlenswert ist ein Kapitel auf der Seite 116. Die Publikation wurde von Gemeinde und Landkreis Wschowa herausgegeben. Das Buch ist entweder im Sitz des Museums (Plac Zamkowy 3/ Schlossplatz 3) oder im Büro für Promotion und Entwicklung im Stadtamt Wschowa für 20 PLN zu kaufen.

 

* Am 15. Juli 2006 feierte man das 60. Jubiläum des Freiwilligen Feuerwehrs in Wschowa. Es wurden die Plakate vorbereitet, es wurden viele Gäste außer der Stadt eingeladen, die Fahnengruppen aus anderen Ortschaften kamen an, es wurden unterschiedliche Überraschungen vorbereitet, das Wetter war auch prima. Die eingeladenen Gäste kamen an, Frau Schultheiß/ Gemeindevorsteher war auch da, die erwähnten Delegationen, Gruppe von Feuerwehrmännern aus Œwięciechów und die kleine Gruppe der Bewohner. Nur manche nahmen an der Heiligen Messe teil und lernten die Geschichte des Freiwilligen Feuerwehrs kennen, sie wissen jetzt, worüber die Feuerwehrmänner verfügen. Es tat nur den Feuerwehrmännern und den Veranstaltern leid, dass so wenige Bewohner an dem Fest teilnahmen.

* Gemeindevorsteher der Ortschaft nach 1945
Gemäß meiner Forschung in den Jahren 1945- 2006 war das Amt des Gemeindevorstehers insgesamt von 8 Personen besetzt. Der erste war Herr Franciszek Schulc, dann fogende Männer: Szachniewicz Michał, Rycerz Ludwik, Wojtowicz Prokop, Szachniewicz Mikołaj (1957-1969), Rybczyński Jan, Poniży Janusz, und jetzt ist auf diesem Amt Frau Nikolin Helena.
Wenn die Lesenden die Bemerkungen bzgl. des Inhalts, Personen oder Daten haben oder wenn sie über glaubwürdige Informationen verfügen, werden von mir zur Verfassung dieser Seite eingeladen. (E-mail- Adresse auf der Hauptseite).

* Czesław Niemen und Osowa Sień.

Ganz Polen nahm in Schmerz und Trauer die Information über den Tod des polnischen Vokalisten aller Zeiten, Czesław Niemen, zur Kenntnis. Dieser hervorragende Musiker, interessanter und rechtschaffener Mensch, Idol der Jugend der 70er und 80er Jahren verließ die Welt der Lebenden am 17. Januar 2004. Er wurde von der Krankheit unseres Jahrhunderts überwältigt- von Geschwulst.
Nicht viele wissen, dass Thema von Niemen auch mit unserer Ortschaft verbunden ist. Eine Verbindungsperson mit dem berühmten Musiker ist Herr Stanisław Chomicz- Organist und Operator der Landfilme, eine bekannte und beliebte Person aus Osowa Sień. Stanisław Chomicz, ähnlich wie Czesław Wydrzycki- Niemen, stammte aus Wasyliszki Stare in Wileńszczyzna/ Wilnoland. Manchmal erwähnte er das unter seinen engen Bekannten. Er erzählte, dass Czesław Wydrzycki mit seinen Familienmitgliedern im Kirchenchor sang, der von Herrn Stanisław geleitet war.

Als Niemen Star der polnischen Popmusik wurde, passierte manchmal, dass er Konzerte auch in unseren Nähen spielte. Einmal kamen zum Konzert Herr und Frau Chomicz. Der Künstler bemerkte sie sofort, machte in ihre Seite die Höflichkeitsgeste und nach dem Konzert kam er an Sie heran und begrüßte sie ganz herzlich. Das ist Foto aus dem Album von Herrn Chomicz.

* Kino

Anfang 50er Jahre des XX. Jahrhunderts, in Folge des Inkrafttretens des Gesetzes über Kinematographie, entstanden die Landfilme. In unserer Ortschaft, wie auch auf dem Gebiet der heutigen Gemeinden wie: Wschowa, Sława, Włoszakowice, Święciechowa mit der Leitung der Filmvorstellung beschäftigte sich Herr Chomicz- Bewohner von Osowa Sień. Die Filme waren in den Landsaalen projiziert, und die Einrichtung dazu war von einem anderen Ort gebracht. Am Anfang brachte man die Einrichtung mit dem Pferdegespann, und dann mit Motorrad Harley. Herr Chomicz veranstaltete die Filmvorstellungen, brachte die Filmbänder, verkaufte die Karten und war Operator der Einrichtung. Dabei halfen ihm auch solche Operators wie: Franciszek Rycerz, Władysław Jucha und Frau Jadwiga Chomicz. Im Laufe der Zeit verzichtete man auf die Landfilme und es entstand ein stationäres Kino. Die Filme waren dienstags, donnerstags und samstags projiziert. Heute ist der Kinosaal leer, es sind nur Erinnerungen hinter blieben.

* Leonie Ossowski (eigentlich Jolanthe von Brandenstein).

* Leonie Ossowski (eigentlich Jolanthe von Brandenstein) ist am 15. August 1925 in Ober-Röhrsdorf (heute Osowa Sień bei Wschowa), in Familienlandesgütern des Vaters von Brandenstein, geboren; verliebt in dem Polentum nahm sie als literarisches Pseudonym den Namen ihrer polnischen Vorfahren an. Bis zum 1945 lebte sie auf einem deutsch- polnischen Grenzland. Es wundert also nicht, dass dieses Land ihr als Hintergrund zur Verfassung der polnischen Trilogie diente, zu der der Roman "Wolfsbeeren" gehört. Dieses Buch ist faszinierende Lektüre. Die Beschreibungen des Alltags im Schloss, auf dem nah liegenden Lande und in dem nicht weit entfernten Städtchen, in der deutschen und polnischen Umgebung, sind so dargestellt, als ob sie aus dem Leben einer jungen, temperamentvollen Komtesse herausgenommen wären, die Konvenienzen und Angehörigkeit zur sog. höheren Rasse für nichts hielt, was einen polnisch- deutschen Grafen-Knechtnachwuchs zur Folge hatte. Das Buch wurde mit einer ungewöhnlichen Ehrlichkeit und Aufgeschlossenheit über die Wahrheit damaliger Zeiten geschrieben. Es ist wider dem nationalistischen Egoismus und aristokratischen Hochmut geschrieben. Der in hundert Tausenden Exemplaren herausgegebene Roman machte Leonie Ossowski zu einer der berühmtesten und beliebtesten Schriftstellerinnen.

* Schwester Teresa und Halina aus Warschau.

Eines kalten Novembertages 1944 sollten vom Bahnhof in Wschowa (vom Transport zum Arbeitslager) die Arbeiter abgeholt werden. Unter den zum Arbeitslager gebrachten Menschen waren Schwester Teresa und Halina. Sie trafen zum Transport in Folge der in Warschau durchgeführten Menschenjagd ein. Sie wurden vom Geschäft, wo sie in Schlange nach dem Brot standen, weggenommen. Teresa arbeitete in Warschau in der Bibliothek und ihre Schwester war Hausfrau. In Wschowa/ Fraustadt entschieden sie sich, zu fliehen. Sie wurden samt der anderen, "namenlosen" Arbeiter auf einem Traktoranhänger von einem Traktorfahrer Ludwik Janik nach Osowa Sień gebracht. Sie wurden direkt auf das Feld zur Arbeit gebracht. Nach dem ersten Arbeitstag übernachteten die Arbeiter auf dem Fußboden in der Gaststätte von Bodach. Der Gutsherr stellte danach fest, dass die "Leute aus der Stadt" sich zur Arbeit auf dem Feld nicht eignen und ließ sie am nächsten Tag zurückschicken. Ludwik beschloss, Teresa und Halina zu verstecken, die sonstigen Leute wurden zum Bahnhof gebracht. Die Schwester verschwanden auch aus der Gaststätte. Sie wurden von Ludwik Janik bei Hoffmann (heute Försterei) versteckt. Dieses Verschwinden bemerkte der Polizist Ziethen und alles wurde ans Licht gebracht. Die Frauen wurden jedoch ins Lager nicht zurückgeschickt, sie blieben in Osowa Sień und wohnten im Dienerzimmer, neben dem Hauteingang zum Schloss. Ihr Pflicht war Arbeit in der Küche und im Garten. Ludwik Janik wurde dafür verhaftet und abtransportiert. Diese Verhaftung sahen die Schwester durchs vergitterte Fenster der Kellerwohnung. Teresa schrie nur durchs geöffnete Fenster "Janik nicht Schuld".
Leonie Ossowski, "Wilcze jagody" Wyd.REBIS, Poznań 1998

* Julianna Marszałek "Jula"

Sie wurde als uneheliches Kind am 01.01.1908 in Borków geboren. Seit dem Geburt sah sie schlecht. Wegen der Klatschhaftigkeit der Bewohner zog sie mit der Mutter im Jahre 1918 nach Osowa Sień um und wohnten in einem von zwei Häusern mit Strohdach, ungefähr 200 Meter vom Schloss entfernt. Die Muter heiratete den Schuhmacher Gotsz, der im Jahre 1924 wegen eines Herzanfalls starb. Im Jahre 1924 starb auch die Mutter. Jula galt als Person, die Zukunft voraussagen konnte, sie konnte auch mit Hilfe von unterschiedlichen Kräutern heilen, war auch Landhebamme (sie lebte davon). Sie konnte sogar mit dem Bann belegen und das Unglück heraufbeschwören. Sie heilte auch Haustiere. Alle in der Ortschaft fühlten ihr gegenüber ein Respekt, auch die deutschen Gutsherren in Osowa Sień. Sie läutete tagtäglich die Kirchenglocken.
Im Jahre 1941, auf dem Landplatz vor dem Denkmal der Gefallenen (heute eine Figur an der Hauptkreuzung), während der Bürgermeister die Meldungen über Erfolge der deutschen Armee an dem Ostfront vorlas, fürchtete sie sich nicht zu fragen: "Wer bei uns weiß, wo Łuck und wo Dubno liegt? Welche Verluste trug die deutsche Armee? Wie viele Gefallene gab es?, Wer aus unserem Dorf?". In den damaligen Zeiten konnte eine Person für solches Verhalten sehr streng gestraft werden. Aber ihre Fähigkeiten (Bannbelegung) haben sie vor der Strafe geschützt. "Jula" starb am 30.08.1983 in Osowa Sień, wo sie auch auf dem Friedhof an der Kirche begraben wurde.
Leonie Ossowski, "Wilcze jagody" Wyd.REBIS, Poznań 1998(Übersetzung aus dem Deutschen)

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