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Geschichtliche Ereignisse und Beschreibungen*

# Napoleons Eiche- nicht weit von Osowa Sień, Richtung Zabrzewo, links an der Straße stand die Eiche (heute gibt es davon keine Spur mehr). Laut der Aussagen der eingeweihten Bürger auf dem Rückweg aus Moskau nach dem verlorenen Krieg erholte unter dieser Eiche im Jahre 1812 der französische Kaiser Napoleon Bonaparte.
 

# Kirche- Zitat "Aus Osowa Sień stammen Ossowskis Geschlecht, von Dołęgas Familienwappen. Die Ossowskis gründeten noch im 15. Jahrhundert in diesem Dorf die patriarchalische Kirche, was schon in einem Kirchenbuch aus dem Jahre 1510 erwähnt wird. Unter Herrschaft von Zygmunt August, nahmen die Ossowskis die protestantische Religion an und gaben die Kirche den Lutheranern ab, die in ihren Händen bis zu 1700 blieb. In diesem Jahr wurde die Kirche von den Katholiken wieder gewonnen, wie der Besuch von Woliński aus dem Jahre 1737 lehrt. Die Kirche in Röhrsdorf wurde unter Herrschaft von Herrn Mikołaj Święcicki aus den Händen der Häretiker am 20.01.1700 entrissen. Nach der Abnahme kam zum Ort der hochwürdige Hieronim Wierzbowski an und las die Messe laut der katholischen Konfession. Zum Andenken wurde die Kirche als Fabian- und Sebastiankirche genannt. Die Kirche in Osowa Sień ist gemauert, besitzt keine Errichtung, Kollation gehört dem Erbherr des Dorfes, dem Andrzej Żychliński. Die Kirchenbücher in Osowa Sień beginnen mit 1633. Sie beinhalten verschiedene Notizen über lokale Ereignisse. Diese Bücher waren bis zu 1700 von lutherischen Pastoren geschrieben, sie beinhalten viele eigenhändig geschriebene Notizen von Lauterbach. In der Kirche von Osowa Sień befinden sich Ossowskis Grabplatten mit ihren Bildnissen, Wappen und Inschriften".
 

# Schule- Zitat "Die Schule in Röhrsdorf wird schon während des Besuches von Woliński im Jahre 1737 mit folgenden Worten erwähnt: "Schule in Röhrsdorf steht neben dem Wirtshaus; da wohnt Rektor der Schule, der die Kinder lehrt, sooft es die zum Lehren gibt. Er hat einen Garten neben seiner Wohnung" (Łukaszewicz, Józef: "Krótki opis historyczny kościołów pariachalnych w dawnej dyecezji poznańskiej" Tom II, Poznań 1858/ Łukaszewicz, Józef: "Kurze geschichtliche Beschreibung der patriarchalischen Kirchen in der alten Posen- Diözese, Band II, Poznań 1858


# Kampf bei Wschowa am 13.02.1706

Der III. Nordkrieg (auch großer Nordkrieg genannt) wurde mit dem Abschluss des militärischen Bündnisses zwischen Dänemark, Russland und Sachsen 1699 vorausgegangen. Ziel war es, die von Schweden besetzten Gebiete an der Ostsee wiederzugewinnen. Kurz gesagt- der Kampf stritt sich um Hegemonie an der Ostsee. Sachsens Beitritt zum antischwedischen Bündnis, dessen Herrscher August II. aus Wettinen- Dynastie war, zugleich Polens König, verursachte, dass Polen in diesen Krieg auch mit eingezogen wurde. Polen wurde Theater der Kriegshandlungen, und Durchzüge der fremden Heere, abgezogene Kontributionen und Epidemien vernichteten das Land. Einer der wichtigsten Kämpfe in erster Phase des Nordkrieges spielte sich bei Wschowa ab, zwischen Ortschaften Dębowa Łęka und Osowa Sień. Er fand am 13.02.1706 statt. Die verbundenen Sachsen-Russen-Heeren führte General Jan Schulenburg an. Sie zählten insgesamt 18 Tausend Soldaten. Bloß einige Tage vorher (am 8. Februar) überging diese Armee die Oder bei Zabór und ging Richtung Sława, von da aus Richtung polnischer Grenze. Am 9. Februar übergingen Schulenburgs Heere die polnische Grenze und marschierten unter Deckung der Wälder und Sumpfen Richtung Leszno. Wahrscheinlich hatte der sächsische Truppenführer vor, die Schweden umzugehen und sich mit den Truppen von August II. zu verbinden. Der König ließ ihn, den Kampf den schwedischen Heeren in Großpolen abzugeben. Unter Einfluss dieser Befehle änderte Schulenburg seine Pläne und begab sich zum Städtchen Święciechowa, zwischen Leszno und Wschowa. Der Generalmarsch von Schulenberg stellte in Bereitschaftszustand die schwedischen Kräfte in Großpolen, die im Januar 1707 ungefähr 12 Tausend Soldaten zählten. Die schwedische Armee in Großpolen war unter direkter Führung des Generals Karol Gustav Rehnköld. In ersten Februartagen sammelte er eilig alle seine Kräfte und begab sich zu Kościan. Zwei Tage lang fand hier eine Konzentration der schwedischen Truppen statt. Die Konfrontation war nicht zu vermeiden. Schulenburg war seines Sieges sicher. Am 12. Februar stellte er seine Heere bei Wschowa auf, zwischen Dębowa Łęka und Osowa Sień. Letztendlich gewannen die Schweden das Übergewicht und begannen, zu siegen. Die in Panik geratenen sächsischen Truppen zogen Richtung Wschowa zurück. Die des Kampfswillens entzogenen sächsischen Soldaten streckten die Waffen. In der Geschichte von Wschowa gilt dieser Kampf als einer der wichtigsten Kämpfe dieser Phase des III. Nordkrieges. Es fielen ungefähr 10 Tausend Soldaten. Der Sieg öffnete den Schweden den Weg zu Sachsen. Diese Ereignisse zwangen den Königen August II. zu ernsthaften Zugeständnissen zugunsten Schweden. Am 24.09.1706 unterschrieben seine Bevollmächtigten den Traktat in Altranstädt (bei Leipzig). Laut den Vereinbarungen verzichtete auf polnische Krone, nahm die Herrschaft von Stanisław Leszczyński an und brach das Bündnis mit Russland ab.
 

Autor: Barbara Ratajewska
Übersetzerin: Dominika Duch
 

Bemerkung der Übersetzerin: * Die in diesem Kapitel übersetzten Zitate wurden wegen der altpolnischen Originalsprache nicht wortwörtlich übertragen. Der Sinn der Aussagen wurde jedoch eingehalten. 
 

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